Ägypten bereitet Verbot der Muslimbruderschaft vor

Muslimbruderschaft Hauptquartier KairoNach einem Bericht von Reuters hat sich die ägyptische Interimsregierung nun dazu entschieden, der Muslimbruderschaft ihren legalen Status als NGO innerhalb der nächsten Tage zu entziehen. Somit würde die Vereinigung einen Schritt näher an ein mögliches Verbot heranrücken.

Die Bruderschaft steht derzeit unter Terrorismusverdacht. Ihre noch in Freiheit verbliebenen Führer bestreiten jegliche Verantwortung der Gruppe für die Gewalttaten der letzten Wochen. Der von ihr organisierte Protest sei und bleibe friedlich, wie mehrfach betont wurde. Doch die allgemeine Glaubwürdigkeit der Muslimbrüder hatte in den vergangenen Monaten Brüche erhalten, sodass so manche Kritiker eine mehr oder weniger direkte Teilnahme von Muslimbrüdern an Angriffen auf Gegendemonstranten und Staatsbeamte behaupten.

Die Muslimbruderschaft hält weiter an ihrer Protesthaltung fest und motiviert die Mitglieder und Anhänger auch an diesem Freitag zum Gang auf die Straße – trotz aller Kritik und Gewalt, die ihr entgegen schlagen: Seit Anfang Juli wurden über 900 ihrer Anhänger getötet und die Mehrzahl des Führungspersonals inhaftiert.

Anfang nächster Woche sollte die NGO-Entscheidung auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden.

Quelle: Reuters

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