Ägypten plant 32 Mrd. Euro an Investitionen

Ashraf al-ArabyDas Ministerium für Planung und internationale Zusammenarbeit sieht Investitionen in Höhe von 290 Milliarden Pfund (32 Mrd. Euro) in verschiedenen Bereichen des Dienstleistungssektors vor. Dies gab Minister Aschraf al-Araby auf einer Pressekonferenz am Montag bekannt. Damit würde Ägypten ein Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent erreichen.

Diese Ankündigung folgte auf ein Treffen Arabys mit dem Wirtschaftsausschuss am Montag. Die Investitionssumme soll in öffentliche und private Projekte fließen und die ägyptische Wirtschaft in Schwung bringen.

120 Milliarden Pfund an öffentlichen Geldern sind für diverse Projekte in den Bereichen Bildung, Stromversorgung, Bahn und sonstige Verkehrsmittel vorgesehen. Darüber hinaus sollen Wirtschaftsbetriebe subventioniert werden, die in der Vergangenheit im Zuge der allgemeinen Wirtschaftskrise schließen mussten. 1,2 Milliarden Pfund sind für den Tourismussektor eingeplant.

Diese Maßnahmen zielen auch darauf ab, einerseits ein wirtschaftlich reizvolleres Klima für Investoren zu schaffen, andererseits die Folgen geplanter Reformen abzumildern. Als möglichen Folgeinvestor hat Araby unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate im Blick, welche bereits Interesse gezeigt haben sollen. Zusammen mit Saudi Arabien und Kuwait hatten die VAE nach dem Sturz Mursis insgesamt 12 Milliarden Dollar (9 Mrd. Euro) an Hilfsgeldern zugesichert.

Der Minister Aschraf Al-Araby ist seit Beginn der Interimsregierung im Amt, zuvor hatte er von 2006 bis Ende 2011 als Berater des selben Ministeriums gedient. Die Zwischenzeit verbrachte am Arabischen Planungsinstitut in Kuwait.
Al-Araby trägt einen Doktortitel der US-amerikanischen Kansas State University, er gilt als eher unpolitisch und nicht mit der früheren Elite des Mubarak-Regimes verbunden.

Quelle: Mada Masr, Ahram

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