Ägypten und Äthiopien einigen sich auf unabhängige Gutachter zum Talsperrenprojekt

Staudamm ÄthiopienIm Streit um die Grand-Ethiopian-Renaissance-Talsperre haben sich Ägypten, Äthiopien und der Sudan auf zwei internationale Firmen geeinigt, welche die Auswirkungen des Talsperrenbaus untersuchen sollen.

Zur Einigung kam es bei einem zweitägigen Treffen auf ministerialer Ebene in Addis Ababa am Donnerstag. Hier wurden zwei „europäische“ Unternehmen bestimmt, ohne diese jedoch namentlich schon bekannt zu geben. Laut einer anonymen Quelle aus dem ägyptischen Ministerium für Bewässerung soll es sich um die fanzösische Artelia-Gruppe und ein niederländisches Unternehmen handeln.

Ägypten forderte wiederholt einen Baustopp

Äthiopien startete das Bauprojekt im März 2011. Unweit der sudanesischen Grenze am Blauen Nil entsteht seitdem eine Talsperre mit einem 6000-Megawatt-Wasserkraftwerk – somit das größte in ganz Afrika. Die Arbeiten sollen 2017 abgeschlossen sein.

Das Projekt rief vor allem Widerstände in Ägypten hervor, wo man eine Senkung des Nilpegels fürchtete, was wiederum Auswirkung auf das nationale Bewässerungssystem haben könnte. Während sich die äthiopische Seite auf den von Ägypten geforderten Stopp der Bauarbeiten nie einließ, bemühen sich die Streitparteien unter Einbeziehung der sudanesischen Regierung seitdem um eine einvernehmliche Lösung. Renaissance-Staudamm (Quelle: Wikipedia)

Der ägyptische Minister für die Bewässerung, Hossam al-Moghazi, gab nun gegenüber der ägyptischen Nachrichtenagentur Mena an, die Studie werde innerhalb von elf Monaten ihre Ergebnisse präsentieren. Die ausgewählten Unternehmen sollen dazu Anfang Mai unter Vertrag genommen werden.

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