Al-Sisi erhöht Pensionen für Militärangehörige

sisiÄgypten: Am Donnerstag hat Präsident Abd al-Fattah al-Sisi per Dekret eine Erhöhung der Pensionen für ausgeschiedene Militärangehörige um zehn Prozent veranlasst.

Die neue Regelung gilt rückwirkend ab dem 1. Juli, etwa der gleichen Zeit, seitdem die Subventionen für Kraftstoffe und Strom, die die Preise für alle Konsumenten niedrig halten, reduziert worden waren.

Wirtschaftsexperten kritisierten diesen Schritt mit der Begründung, er würde Zivilisten benachteiligen. Andererseits hatte der Staat vor einem halben Jahr einen Mindestlohn für alle Staatsangestellten eingeführt. Dies könnte man als einen Ausgleich werten.

Die Pensionen für ehemalige Militärangehörige waren, wie auch für alle übrigen Staatsangestellten, erst im Jahr 2012 um 15 Prozent angehoben worden, damals unter der Regie von Muhammad Mursi, der sich möglicherweise das Militär wohlgesonnen stimmen wollte – eine Kalkulation, die man als gescheitert betrachten kann. Wenn al-Sisi nun den gleichen Schritt tut, dann bedient er im Unterschied dazu sein eigenes Klientel.

Quellen: Daily News Egypt, The Cairo Post

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