Arabische Staaten planen Bündnis für internationale Kampfeinsätze

Nach einem Bericht der AP planen Ägypten, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait ein Militärbündnis mit regionalem Einsatzbereich. Primäres Ziel des bislang geheim gehaltenen Vorhabens ist der Kampf gegen Aufständische in Libyen und dem Jemen. In beiden Staaten ist die Zentralmacht nicht in der Lage, ihren Herrschaftsanspruch mit Gewalt durchzusetzen.

Von dem Bündnis sunnitischer Staaten dürfte sich vor allem die schiitische Regionalmacht Iran herausgefordert sehen. Rücksicht wird es ebenfalls gegenüber den Vereinigten Staaten nehmen müssen, die sich im Yemen einen asymmetrischen Krieg mit islamischen Extremisten liefern.

Gegenüber dem Islamischen Staat (IS) wolle das zukünftige Bündnis nicht aktiv werden, wie es in einer inoffiziellen Erklärung gegenüber AP hieß. Nichtsdestotrotz beteiligen sich Saudi-Arabien und die VAE bereits an Luftangriffen gegen den IS in Syrien.

In Libyen intervenieren Ägypten und die VAE bereits seit mehreren Wochen durch Luftangriffe auf Stellungen unliebsamer Gruppen. Außerdem hat sich Kairo bereit erklärt, die libysche Armee durch eine Ausbildungsmission zu unterstützen.

Das geplante Militärbündnis soll aber nicht aus großen Kampfverbänden mit einer eigenen Einsatzzentrale bestehen. Ein ensprechendes Dementi kam vom Sprecher des ägyptischen Präsidenten. Bisher gab es ausschließlich Beratungen auf politischer und militärischer Ebene sowie „Kriegsspiele“, welche die Zusammenarbeit von mulitlateralen Kampfverbänden testeten.
Aus Militärkreisen wurde bekannt, dass eine mögliche Option die Aufstellung kleiner Verbände mit Eliteeinheiten wäre. Eine Entscheidung über die genaue Form des Bündnisses scheint noch nicht gefallen zu sein.

Interessiert an einem Beitritt hätten sich auch Jordanien und Algerien gezeigt.

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