Azhar-Großscheich kritisiert UN für Vetopolitik in Palästinafrage

großscheich mit abu mazenÄgypten: Der Großscheich der Azhar, Ahmed al-Tayeb, hat auf einem Forum am Sonntag die Vereinten Nationen für ihr Vetosystem im Allgemeinen und die Vetopolitik der USA im Israel-Palästina-Konflikt im Besonderen kritisiert.

Die UN-Charta sei nicht darauf angelegt, Frieden und Gerechtigkeit unter den Völkern herzustellen, da im Streitfall nicht das Recht des jeweils betroffenen Staates entscheide, sondern das im Veto manifestierte Interesse anderer, mächtigerer Staaten. Insofern ist es die Institution des Vetos an sich, die den Weltfrieden bedrohe.

In Bezug auf die Palästinafrage liege die Schuld für eine bislang ausbleibende Lösung bei den USA, die gleich einer „unsichtbaren Hand das Spiel kontrollieren“: „Viele Analysten halten das US-Veto im palästinensisch-zionistischen Konflikt als den wichtigsten Grund des internationalen Terrorismus.“

Quelle: Egypt Independent

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