FTI im Interview: Wieder mehr Reisen nach Ägypten

Aegypten_FTI_touristik_aktuellNach der Lockerung der Reisewarnung des deutschen Auswärtigen Amts können Reiseveranstalter wieder mit mehr Interessenten für Ägypten rechnen. Dies bestätigte Christian Müller von FTI im Interview mit dem Ägyptischen Boten:

ÄB: FTI Germany bietet Reisen nach Ägypten an. Was sollten Touristen wissen, die jetzt eine Reise buchen möchten?
CM: Das Auswärtige Amt hat den Reisehinweis für Ägypten abgeschwächt. Die FTI GROUP bietet weiterhin Reisen nach Ägypten an und führt diese auch durch. Die Urlaubsregionen am Roten Meer können so bereist werden. Ab November 2013 ist es auch möglich mit einem Direktflug nach Luxor Nilkreuzfahrten zu unternehmen.

– Welche Reiseziele können Sie aktuell empfehlen?
Empfehlen können wir die Urlaubsregionen am Roten Meer. Ab November bieten wir auch wieder Nilkreuzfahrten an, für die wir Direktflüge ab Deutschland nach Luxor im Programm haben. Wer an die Kreuzfahrt noch eine Badeverlängerung anschließen will, kann dann auch von Luxor nach Taba weiterfliegen.

– Inwieweit kann der Reiseveranstalter für die Sicherheit vor Ort garantieren?
Die Reiseveranstalter sind in engem Kontakt mit dem Auswärtigen Amt sowie den Behörden vor Ort. FTI hat zusätzlich den Kontakt zu mehr als 500 Mitarbeitern der Tochtergesellschaft Meeting Point Egypt, die uns dabei helfen die Lage vor Ort abzuschätzen.

– Ist eine schnelle Rückreise gegebenenfalls gewährleistet? Wer trägt die nötigen Zusatzkosten?
Im Fall der Fälle kann schnell reagiert werden. Dies haben die Reiseveranstalter zum Beispiel schon im Frühling 2011 bewiesen, als es zwischenzeitlich eine Reisewarnung für Ägypten gab und Gäste darauf hin vorzeitig ausgeflogen wurden.

– Welche Rückmeldungen haben Sie von Ägyptenreisenden, die kürzlich nach Deutschland zurückgekehrt sind?
Durchweg positive. Unsere Gäste haben bezüglich der Sicherheitslage vor Ort keine Beanstandungen gemacht.

– Haben in den vergangenen Wochen viele Kunden das Angebot einer kostenlosen Umbuchung in Anspruch genommen? – Wie stark ist die derzeitige Nachfrage?
Ja, das Angebot der kostenlosen Umbuchung wurde vielfach angenommen. Schon seit einigen Tagen beobachten wir, dass die Zahl der Neubuchungen wieder steigt.

– Welche Signale erhalten Sie von der ägyptischen Seite (Tourismusverbände, staatliche Stellen)?
Der Tourismusminister Hisham Zaazou war vergangenen Dienstag auf dem FVW-Kongress zu Gast, wo er stark für ein baldiges Comeback des Reiselands Ägypten geworben hat.
(siehe z.B. unter touristik-aktuell.de)

– Wie beurteilen Sie die Entscheidung des deutschen Auswärtigen Amts zur aktuellen Reisewarnung?
Wir begrüßen natürlich die Entschärfung des Reisehinweises. Dieser Schritt deckt sich mit unseren Beobachtungen, die Lage in den Urlaubsregionen ist ruhig.

– Sieht sich FTI Germany wegen des Angebots von Ägyptenreisen der Kritik ausgesetzt?
Nein.

– Wie beurteilen Sie die Chancen einer baldigen Rückkehr zur Normalität im Ägyptengeschäft?
Wir gehen von einer baldigen Rückkehr aus. Nähere Informationen dazu finden Sie in der Pressemitteilung anbei.

– Möchten Sie noch eine Kontaktmöglichkeit zu FTI für eventuelle Rückfragen der Leser hinterlassen?
Ihre Leser können gerne unser Service Center anrufen. Es ist erreichbar unter der Telefonnummer 089/710451498.

(Gybo.de bedankt sich für dieses schriftliche Interview.)

5 Gedanken zu „FTI im Interview: Wieder mehr Reisen nach Ägypten

  1. ja,ja, das liebe Geld. Waehrend in Aegypten Tausende in Folterkellern oder vollstaendig verschwinden. 70% der Bevoelkerung die Stimme entzogen , eine freie Presse nicht mehr existiert und jedes politische Gespraech unter den Menschen gefaehrlich ist, ein reines Handzeichen zu Haft fuehren kann und Sissi sich zur Pharaonenkroenung bereit macht, wird das sowohl von der Presse, als auch vom Staat in D einfach unter den Tisch gewischt….Hauptsache das Bier ist kalt und billig. Einfach unglaublich. Gestern wurden wieder hunderte zusammengeschossen und brutalst zusammengeknueppelt. Es verschwinden immer noch hunderte und 55 000 Mullahs haben Redeverbot. DA moechten SIE Urlaub machen? Mit einem 3 fachen Bewacherring aus Militaers? Na dann viel Spass. Nur eine Frage der Zeit , bis die ersten Bomben knallen. Wer den Willen und die Wahl von 70% der Bevoelkerung unterdrueckt kann nichts anderes erwarten. Schande ueber die EU und die USA. Schande. Demokratie ist das was WIR fuer richtig halten. Wehe es gewinnt der Falsche.

    1. George, was Sie sich hier zusammenschreiben …..??
      Woher nehmen Sie diese Weisheiten??
      Kennen Sie Ägypten? Leben Sie oder waren Sie vielleicht in Urlaub dort?

      Nein, Sie kennen Ägypten auf keinen Fall und wissen nicht, welche Zustände in dem Land tatsächlich herrschen!!

      Woher wollen Sie von Folterkellern und vollständigem Verschwinden wissen, von sensationslüsterden Pressevertretern?
      Dann haben Sie die Antwort darauf, warum u.a. die Presse nicht alles schreiben kann.
      Soll das Volk immer und immer wieder aufgehetzt werden bis ein Bürgerkrieg entsteht?
      Wo sind die 70%, die ihrer Stimme entzogen sind?
      Mit dem Handzeichen meinen Sie vermutlich die 4 Finger der MB.
      Die MB waren es doch, die das Land in den Ruin getrieben und weite Teile des Volkes zum Hungern gebracht haben.
      Das diverse Herrschaften Redeverbot haben ist nicht mehr wie richtig.
      Was die MB und Morsi planten und auch durchgesetzt hätten, wäre für die Bevölkerung schlimmer als alles Andere gewesen. Ganz Ägypten wäre schlimmer als ein Gefängnis.
      Kindfrauen wären legal. Die Rechte der Frauen wären drastisch eingeschränkt worden. Die ganze Staatsordnung wäre nur im Islam begründet.

      Und wenn Urlauber für kaltes Bier und günstigen Urlaub Ägypten besuchen, kann das für die Bevölkerung nur gut sein.
      In Deutschland kann jeder frei entscheiden nach Ägypten zu fliegen oder nicht.

      Ägypten ist keinesfalls reif für eine Demokratie.
      Es wird eine militärgestützte Regierung geben, vielleicht mit as Sisi, wenn er es denn will. Der neuen Regierung wird es obliegen das Land nach und nach zu demokratisieren.
      Das wird ein sehr, sehr langer Prozess werden und das muss so sein.
      Demokratie auf Knopfdruck gibt es nicht.

  2. […] ich wohne in hurghada und weis von was ich rede.jeder Ägypter ist froh das die macht der moslembrüder beendet ist.am tag der Revolution war hier ein feuerwerk schöner als sylfester-die leute tanzten auf der strasse ,es gabt autokorsos usw.was haben denn die brüder gebracht: Diskussion ob Mädchen mit 12 oder 14 jahren heiraten,das man die Beschneidung wieder strafrei macht,das terroristenführer als gouvernur in luxur einsetzt,der den anschlag im tal der könige auf den gewissen hat usw. die rechte der Justiz wurden ausgesetzt. es lebe die revolution

  3. Hallo Heinrich,

    ja genau so ist es. Die Mehrheit der Ägypter wollte daß Mursi abgesetzt wird, aber das berichtet vordichtshaleber mal keiner. Keiner berichtet auch darüber, wie schlecht es so vielen ägyptischen familien geht, weil die Einnahmequele genommen wurde, da Hotels geschlossen wurden und somit Personal entlassen. Keiner berichtet von den Bauern, die Ihr Gemüse an die Hotels nicht mehr verkaufen können mangels Nachfrage. keiner beichtet, daß viele Kamele, Esel und Pferde verhungern, weil keine Touristen da sind, und auch die Familien hungern weil Geld fehlt. Und viele sollten sich auch vor Augen führen, daß ein demokratiesierung Prozeß mal nicht von heute auf morgen funktioniert und eben Zeit braucht.

  4. Hallo Nefe, hallo Heinrich,
    ich habe auch die Zeit um den Sturz Morsi, davor und danach miterleben dürfen.
    Es war als ob ein Ruck durch das Land ging.
    Die Tage vorher haben alle den Atem angehalten und gehofft und gebetet.
    Am 3. Juli ging dann die Sonne wieder auf.
    Hut ab vor as Sisi und seinen Mitstreitern.
    Gewarnt wurde Morsi ja schon lange, leider erfolglos.
    Es ist gut, dass es so gekommen ist. Wohl auf den letzten Drücker.
    Über kurz oder lang wäre es sowieso zu dem Zustand der Bevölkerung gekommen, so wie er im Moment ist.
    Es ist jetzt eine schwere Zeit, aber es ist Licht am Horizont.
    Lassen wir doch den Tourismus mal für einen Moment aussen vor.
    Für die normalen Arbeiter und vielleicht für die etwas besser Verdienenden war es doch vor dem 3. Juli schon enorm schwer ihre Familien zu ernähren.
    Ich rede nur von ernähren, demgegenüber steht Hunger.
    An irgenteinen kleinen Luxus ist und war doch schon länger nicht mehr zu denken.
    Wir schauen nicht mehr zurück, sondern sehen der Zukunft ins Auge und helfen, wenn und wo wir können.

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