Gerücht: Deutschland reduziert Reisewarnung für Sharm el-Scheikh

taba bombenanschlag 2014Ägypten: Deutschland werde seine Reisewarnung vor Ausflügen nach Scharm el-Scheikh aufheben, wie der deutsche Botschafter in Kairo gegenüber dem ägyptischen Tourismusministerium am Montag telefonisch angekündigt haben soll. Die Änderung werde laut der staatlichen Nachrichtenagentur Ahram innerhalb von Stunden umgesetzt.

Bisher hat sich hier allerdings noch nichts getan, die Reisehinweise für den Sinai lauten unverändert:

Vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird gewarnt. Dies gilt auch für den Badeort Taba. In diesen Regionen finden militärische Operationen statt, und es kommt – wie zuletzt am 16.02.2014 in Taba – zu terroristischen Anschlägen.

Von Reisen in alle anderen Regionen der Sinai-Halbinsel wird dringend abgeraten, einstweilen auch in die Badeorte.

Bei einem Bombenanschlag auf einen Touristenbus in Taba am Grenzübergang zu Israel im Nord-Sinai waren im Februar vier Menschen getötet worden. Seitdem blickt das Außenministerium noch besorgter auf diese Region als zuvor.

Die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes lesen sich ohnehin wie ein Aufruf zum Puzzlespiel: Anhand der zahlreichen Warnungen und Sicherheitshinweise scheint man nur noch mit Mühe Regionen und Orte zu finden, die das Außenministerium für Urlauber uneingeschränkt empfiehlt.

Das ägyptische Tourismusministerium bemüht sich unterdessen in einer diplomatischen sowie einer Imagekampagne um eine Wende aus dieser Misere. Ob sich damit auch die aufständischen Muslimbrüder befrieden lassen, ist eine andere Sache.

Nachtrag, 8. Juli, 13 Uhr:
Die Reisehinweise wurden mittlerweile tatsächlich angepasst, das Gerücht hat sich bewahrheitet. In der generellen Reisewarnung für den Sinai gilt nun quasi die Ausnahme von Scharm el-Scheikh:

Von Reisen in alle anderen Regionen der Sinai-Halbinsel, die mit Überlandfahrten verbunden sind –auch mit Bussen- wird dringend abgeraten. Dies gilt auch für Transfers nach Dahab und Nuweiba sowie für Ausflüge zum Katharinenkloster. Flughafentransfers in Scharm-el-Sheik selbst sind davon nicht betroffen.

Quellen: Ahram, Auswärtiges Amt, Foto: The Times of Israel

2 Gedanken zu „Gerücht: Deutschland reduziert Reisewarnung für Sharm el-Scheikh

  1. Gerade kam die Nachricht vom AA. Allerdings wird immer noch von ALLEN Überlandreisen abgeraten. Inklusive Dahab und Nuweiba. Da meine Tauchbasis in Dahab ist, ändert diese Entschärfung nicht viel. Sinn macht es sicher nicht, weiter vor den Transfer nach Dahab zu warnen. Passiert is auch seit dem Erstellen dieser Warnung nichts. Aber das AA muss ja nicht argumentieren. Das es mit solchem Unfug Existenzen bedroht, kümmert dort sicher niemanden. Es sollte eine Verpflichtung bestehen, detailliert zu erklären, worauf sich solche „Empfehlungen“ beziehen und vor Allem begründen. Nicht nur nebulöse Erklärungen die sich dann auf „Konkrete“ Hinweise beziehen. Wie konkret die sind, durften wir hier seit Februar erleben. Konkret war nur, das sich überhaupt nichts bewegt hat. Kein Anschlag und nix ( Gott sei Dank), dafür aber ein Wirtschaft die völlig am Boden ist.

    1. Das ist genau richtig Hans. Erstens sind wir Erwachsene und mündige Bürger. Ich brauche niemanden der mir sagt was ich tun und lassen soll. Was ist wenn die Reisewarnung aufgehoben ist und es passiert was,dann kommt AA. auch nicht zu mir und sagt entschuldigung. Es ist alles nur Politik und das ist nun mal das schmutzigste Geschäft was es gibt. Ob die Infrastruktur in den Gebieten am Boden liegt geht denen doch an Ar…….. Vorbei. Das hat mit Reisefreiheit nichts zu tun…..

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