Islamistische Selbstjustiz wird bestraft: Fünf Männer wegen Folter verurteilt

rabaa (quelle: thetimes.co.uk)Ägypten: In Kairo sind fünf Männer für einen Akt der Selbstjustiz bestraft worden. Sie hatten einem vermeintlichen Dieb in mittelalterlicher Manier den Zeigefinger amputiert, ihn auf vielfältige Weise gefoltert und öffentlich zur Schau gestellt.
Das Kairoer Kriminalgericht verurteilte die Täter nun zu jeweils drei Jahren Haft.

Dieses Urteil ist natürlich auch von politischer Relevanz, denn die Tat geschah im Rahmen der Besetzung des Rabaa-al-Adawiya-Platzes durch die Muslimbrüder im vergangenen Sommer, bei deren gewaltsamer Räumung später hunderte Unterstützer Mursis getötet worden waren. Sie hatten mehrere Wochen lang den Platz besetzt, zu einer Protesthochburg ausgebaut und offenbar willkürlich damit begonnen, Bestimmungen des islamischen Strafgesetzes anzuwenden.

Quelle: Mada Masr, Foto: The Times

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