Kein Übergang zur Demokratie: Carter Center zieht sich aus Ägypten zurück

carter center ägyptenDas Carter Center gab am Mittwoch die Schließung seines Büros in Ägypten bekannt. An einer Beobachtung der anstehenden Parlamentswahl möchte sich die US-amerikanische Non-Profit-Organisation nicht mehr beteiligen.

Seit 2011 hatte das Carter Center die Anstrengungen zur Demokratisierung des Landes begleitet. Die Schließung wird nun mit dem Urteil begründet, dass „das politische Umfeld stark polarisiert“ ist, dass Parteien, Zivilgesellschaft und Medien nur noch eingeschränkt operieren können und somit „die anstehenden Wahlen nicht geeignet sind, den demokratischen Übergang in Ägypten voranzubringen“.

Das Carter Center wurde 1982 vom ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter gegründet. Neben Wahlbeobachtungen in vielen Ländern beteiligt sich die regierungsnahe Organisation auch an der Vermittlung in politischen Konflikten.

Die aktuelle Entscheidung zu Ägypten kommentierte Jimmy Carter so: „Ich hoffe, dass die ägyptischen Behörden ihre jüngsten Schritte, die Versammlungsrechte zu beschneiden und den Bewegungsspielraum der zivilgesellschaftlichen Gruppen einzuschränken, überdenken werden.“

Der ägyptische Außenminister zeigte sich von dieser Entscheidung überrascht. Er bedankte sich für die Zusammenarbeit, deutete aber gleichzeitig Zweifel über die Motive des Carter Centers an. So war die offizielle Genehmigung, welche die Organisation beantragt hatte, auch in drei Jahren nicht erteilt worden.

Quellen: Carter Center, Ahram, Daily News Egypt

2 Gedanken zu „Kein Übergang zur Demokratie: Carter Center zieht sich aus Ägypten zurück

  1. Endlich !!! Gott Sei Dank, dass das gemacht haben, hoffe, dass die ähnlichen auch das machen. Sind einfach Organsiationen die gar nicht mit Demokratie zu tun. Dieser Catrer Center hate die grosse Unterstützung der Moslembrüder an der Macht zu steigen gegeben, so gemeint damit Ägypten nachher als ein Spiel in der amerikaner Hände zu sein und NIE wieder ein starkes Land zu warden. Wir als Ägypter brauchen kein Demokratie unter der Name ;; Made in Amerika ;;

    1. Hey Sabry Ghaba, wo ist denn dein starker Man namens sisi? 33 Tote aegyptische Soldaten in deinem schoenen „demokratischen“ Land? Wach Auf, die naechste Revolution wartet schon vor der Tuer!

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