Menschenrechtler legen Beweise für Folter an Häftlingen vor

Abu Zabal GefängnisÄgypten: Die Menschenrechtsorganisation National Council for Human Rights (NCHR) hat der Generalstaatsanwaltschaft Beweise für mehrere Fälle der Folter an politischen Häftlingen übergeben. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft.

Die Menschenrechtler waren durch die Betroffenen selbst auf die Vorfälle aufmerksam gemacht worden. Dazu zählt der Journalist Ahmed Gamal Zeyada, der derzeit im Abu Zaabal Gefängnis festgehalten wird. Daraufhin konnte sich die Organisation Zutritt zur Haftanstalt verschaffen und die Vorfälle vor Ort untersuchen.

Die Häftlinge berichteten von Übergriffen durch maskierte Polizisten der zentralen Sicherheitskräfte (Al-Amn al-Markazi), welche die Insassen in ihren Zellen mit Schlagstöcken, Tränengas und Hunden misshandelt haben sollen.

Die allgemeine Behandlung der Häftlinge soll zudem gegen Vorschriften verstoßen haben: Die Häftlinge seien in zu engen Räumen untergebracht gewesen, man hätte ihnen keinen Ausgang gewährt, nur eine Mahlzeit am Tag und keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen, so die Menschenrechtsorganisation in einem Schreiben.

Das für die Gefängnisse zuständige Innenministerium dementierte unterdessen die Vorwürfe: In der Haftanstalt gäbe es keine Folter, die Aussagen seien erfunden.

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