Mursis Sohn wegen Besitz von Drogen verurteilt

mursis sohn verurteiltÄgypten: Abdallah Mursi, Sohn des vor einem Jahr gestürzten Präsidenten Muhammad Mursi, wurde am Mittwoch für den Besitz von Haschisch zu einem Jahr Haft unter Zwangsarbeit sowie einer Geldstrafe von knapp 1.000 Euro verurteilt, wie die staatliche Zeitung Ahram berichtete.

Im letzten März wurde er in Begleitung eines Freundes an einem Kontrollpunkt von der Polizei durchsucht. Dabei seien zwei Haschisch-Zigaretten sichergestellt worden, welche das aktuelle Strafmaß begründen. Nach einem Drogentest wurden beide wieder freigelassen.

Die Familie des Verurteilten hatte schon damals die Anschuldigungen zurückgewiesen und dem Staat vorgewurfen, „das Ansehen von ehrlichen Bürgern zu beschmutzen“.

Wie dem auch sei – spätestens seit dem Aljazeera-Fall dürfte hinlänglich belegt sein, dass die ägyptische Justiz ein Niveau erreicht hat, auf dem sie in politisch motivierten Urteilen auf jegliche juristische Standards der Beweisführung zu verzichten bereit ist.

Ein Gedanke zu „Mursis Sohn wegen Besitz von Drogen verurteilt

  1. Der Artikel dient dazu, das Ägyptische Polizei- und Justizsystem zu schmäen. Wenn Mursi´s Sohn Hasch-Zigaretten dabei hatte, dann war das so. Fakten werden nicht einfach verändert! Dass die Familie das nicht zugeben mag, ist normal. Den Al-Jazzeera Fall aber als Begründung für eine politisch motivierte Justiz zu nehmen, ist sehr voreingenommen. Die Al-Jazeera Reporter haben in einem fremden Land einseitig zugunsten eines Feindes von Ägypten berichtet. Die Reportagen waren durchwegs einseitig – also was bitte ist daran falsch?

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