Proteste der Muslimbrüder in Kairo gewaltsam aufgelöst

Mursi angeklagtÄgypten: Auch an diesem Freitag kam es in Kairo wieder zu Zusammenstößen zwischen Anhängern der Muslimbruderschaft und den Sicherheitskräften. In Giza, Imbaba, Heliopolis und Ain Schams wurden Demonstrationen von der Polizei unter Einsatz von Tränengas aufgelöst.

Die Bruderschaft besteht noch immer auf eine Wiederherstellung der Präsidentschaft Muhammad Mursis, der sich seit mittlerweile einem Jahr in Haft befindet und dem auch die Todesstrafe droht.

Mit ihrem unerbittlerlichem Protest signalisiert die islamistische Verbindung, dass sie aus ihren Fehlern der letzten Jahre nicht zu lernen bereit ist, womit sie sich in den Augen vieler für die landesweit über sie verhängte harte Repression von Seiten des Staates qualifiziert.

Die Vorwürfe gegen die Bruderschaft lauten vielfältig: Mehrheitlich und vor allem von Militärs und Oligarchen wird sie für politische Instabilität und wirtschaftliches Scheitern verantwortlich gemacht. Revolutionäre des „Arabischen Frühlings“ werfen ihr darüber hinaus vor, durch geheime Absprachen mit dem alten Regime das Anliegen der Revolution verraten und stattdessen den eigenen Interessen nach einer Islamisierung des Gemeinwesens absolute Priorität eingeräumt zu haben.

Quelle: Ahram

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