Siemens erhält Großauftrag von Ägypten

siemens bauvorhaben 2015Der Technologiekonzern Siemens unterzeichnete am Mittwoch mit Ägypten einen Vertrag zur Errichtung von Gas- und Windkraftanlagen im Wert von acht Milliarden Euro. Dieser Auftrag gilt als der größte Einzelauftrag in der Firmengeschichte. Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen des Besuchs von Präsident Abd al-Fattah al-Sisi in Berlin. Sie schließt sich an eine Absichtserklärung auf der ägyptischen Investorenkonferenz im März an, wo Siemens bereits Aufträge zugesagt wurden.

Für Ägypten bedeutet der Vertrag einen wichtigen Schritt aus der anhaltenden Energiekrise: Nach Angaben von Siemens sollen diese Projekte die Elektrizitätsproduktion Ägyptens um 50 Prozent steigern. Die geplanten Gasturbinen und Windkraftanlagen würden eine Gesamtkapazität von 16,4 Gigawatt haben.

Die Baumaßnahmen im Detail

Ein Großteil davon (9,6 Gigawatt) werde durch 24 Gasturbinen erzeugt, die in Zusammenarbeit mit Orascom Construction und Elsewedy Electric an drei Standorten errichtet werden: in Beni Suef, Burullus und New Capital. Sie sollen „noch vor dem Sommer 2017 stufenweise ans Netz gehen“, so Siemens in einer Pressemitteilung am Mittwoch.

Weiter umfasst der Vertrag den Bau von drei Windparks mit insgesamt 600 Turbinen in der Nähe des Golfs von Suez und westlich des Nils mit einer Gesamtkapazität von zwei Gigawatt.
Die dafür nötigen Rotorblätter möchte Siemens in einer neuen Fabrik in Ägypten fertigen lassen. Dafür sollen 1000 neue Arbeitsplätze entstehen, die Fabrik werde Ende 2017 in Betrieb gehen.

Über den geplanten Beginn und Abschluss aller Baumaßnahmen wurde bisher noch nichts mitgeteilt. Das liegt vermutlich an der noch ungewissen Finanzierung. Nach Angaben von Spiegel Online habe Siemens bereits bei der Bundesregierung die Übernahme von Garantien beantragt.

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