Vier Tote bei Anschlag auf Paramilitärs in Rafah

Ägypten: In der nahe der Grenze zu Gaza gelegenen Stadt Rafah wurden vier Angehörige der paramilitärischen Einheiten der ägyptischen Staatssicherheit von bislang unbekannten Attentätern hingerichtet.

Die Opfer befanden sich auf ihrer Fahrt in den Urlaub, als ihr Bus von den Angreifern gestoppt wurde. Nach der Feststellung ihrer Identitäten seien sie getötet worden. Dies meldete die Nachrichtenagentur Youm 7 mit Berufung auf Sicherheitskreise.

Unterdessen ereignete sich ein Ausbruchsversuch des inhaftierten mutmaßlichen Attentäters Adel Habara während eines Gefangenentransportes in Kairo. Habara ist wegen der Ermordung von 25 Paramilitärs am 19. August 2013 in der selben oben genannten Grenzstadt angeklagt. Auf einer Überführung in das legendäre Tora-Gefängnis im Süden Kairos soll er versucht haben, zusammen mit Mitinsassen die Tür des Transportwagens aufzubrechen. Die Polizei konnte diesen Versuch jedoch stoppen. Das Innenministerium reagierte auf diesen Vorfall mit der Inhaftierung der verantwortlichen Polizisten und der Einleitung eines Untersuchungsverfahrens.

Das Paramilitär (al-Amn al-Markazy) der Staatssicherheit soll etwa 450.000 Mann umfassen, welche dem Innenministerium unterstehen. Auf der Sinai-Halbinsel erfüllten sie eine historische Rolle, als die ägyptische Armee nach dem Friedensvertrag mit Israel 1979 dort nicht mehr stationiert werden durfte. Der Kampf gegen Terroristen gehört ebenso zu ihren Aufgaben wie die Niederschlagung von bürgerlichen Protestkundgebungen.

Quelle: The Cairo Post (1, 2)

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